Im Mittelalter war Cannes ein wenig bedeutsames Fischerdorf. Heute ist der Ort an der französischen Riviera weder ein Dorf noch unbedeutend, sondern eine der Hauptstädte des internationalen Films. Neben den Internationalen Filmfestspielen verdankt Cannes diesen Ruf vor allem dem Marché du film, einem der größten Filmmärkte der Welt, das seit Dienstag und noch bis zum 25. Mai stattfindet. Die Internationalen Filme auf der einen Seite, die Mittelmeer-Küste auf der anderen – das ist natürlich die perfekte Kulisse für Regisseur Reza Memari um den ersten Teaser seines neuen Animationsabenteuers DER LETZTE SÄNGER DER WALE zu präsentieren.
Als „religiöser Alm-Horror“ wird LUZIFER in der Pressemitteilung angepriesen. Schlicht irreführende PR: Die am 28. April im Kino startende, sperrige Produktion von Ulrich Seidl („Paradies: Liebe“) verwehrt sich jeder Schublade.
Auftragskiller in einer neuen Dimension: Auch wenn die Grundidee von POSSESSOR nicht gänzlich neu ist, gerät der optisch eindrucksvolle SciFi-Thriller schlicht faszinierend. Und kam kürzlich in einer lohnenswerten Edition ins Heimkino.
In seinem autobiographisch inspirierten Film erzählt der Regisseur Nadav Lapid die Geschichte des israelischen Filmemachers Y., der für eine Vorstellung in das abgelegene Dorf Arava eingeladen wird. Der Großstädter aus Tel Aviv ist gerade von den Berliner Festspielen zurückgekehrt und findet sich jetzt inmitten der Wüste nahe der jordanischen Grenze in einem Ort mit 3.000 Einwohnern wieder.
Mit „Die Einsiedler“ gab Autorenfilmer Ronny Trocker 2016 ein beeindruckendes Debüt. Nun legt er mit seinem zweiten Werk ein unkonventionelles, aber klug konstruiertes Drama nach. Seine Geschichte beginnt wie ein klassischer Thriller, doch der mysteriöse Einbruch ist lediglich der Aufhänger für ein interessantes Spiel mit der subjektiven Wahrnehmung.
Regisseur Paul Schrader ist vermutlich den meisten als Drehbuchschreiber des grandiosen „Taxi Driver“ bekannt. Ok, ist nicht gerade schwer, weil man damit wirbt. Und damit liegt man gar nicht so verkehrt. Denn es ist das Kriegstrauma, was beide Protagonisten in Martin Scorseses Klassiker und THE CARD COUNTER mit sich herumtragen und in tragischen Gewaltakten endet.
Abseits zuckersüßer Familienfilme bietet sich für Horror-Fans eine breite Auswahl an Weihnachts-Slashern, die dem „Fest der Liebe“ ihre grausige Fratze entgegensetzen. „Black Christmas“ (1974) oder „Stille Nacht, Horror Nacht“ (1984) avancierten zum Kult unter Horrorfans. CHRISTMAS EVIL nimmt hier eine Sonderstellung ein, denn die psychopathische Hauptfigur trägt gar sehr weirde, heißt: auch gutmütige Züge.
Bayerische Mundart und provinzielle Gemütlichkeit verleihen den Eberhofer-Krimis seit jeher ihren ganz eigenen Charme. Der nunmehr siebte Film der Reihe, KAISERSCHMARRNDRAMA, liegt nun auf DVD und Blu-ray vor.
In der modernen, aufgeklärten Gesellschaft, in der Pornos längst im Mainstream angekommen sind, gibt es ein großes Wissen über Geschlechtsteile und sexuelle Befriedigung. Sollte man zumindest meinen. Tatsächlich wird, da stets die männliche Befriedigung im Vordergrund steht, ein Sexualorgan stets vernachlässigt: die Klitoris. Dabei ist das Organ weitaus größer als der kleine, erbsengroße Knubbel über der Harnröhre der Frau – und lohnt im Hinblick auf weibliche Lust die Erforschung.