22. Oktober 2026
Innovativer Horrorstreifen
Kane Parsons schaffte mit BACKROOMS bereits einen kleinen Internethype. Nun bringt er die Geschichte als starbesetzten Spielfilm ins Heimkino.
Bereits seit längerer Zeit befindet sich der einstige Architekt Clark aufgrund der Folgen seines Alkoholkonsums in psychologischer Behandlung, konfrontiert seine Therapeutin Mary aber eines Tages mit allzu merkwürdigen Beobachtungen, die er zufällig durch eine versteckte Wand im Keller seines Möbelgeschäfts entdeckt hat. Die Psychologin glaubt an alkoholbedingte Ausfälle, obschon Clark ihr sehr genau beschreiben und versichern kann, welche teils beängstigenden Erkenntnisse er in den sogenannten Backrooms hat gewinnen können. Als ihm niemand wirklich zu glauben scheint, wendet er sich verzweifelt an seine letzten, engen Freunde, kann jedoch noch nicht abschätzen, dass er nicht nur sich, sondern sein gesamtes Umfeld immer weiter in Gefahr bringt.
Mit BACKROOMS setzt Kane Parsons das von ihm begründete Internetphänomen fort, das er bereits in vielen kurzen Kapiteln via YouTube verarbeitet hatte, und kreiert seinen ersten Spielfilm auf Basis der vielen kurzen Snippets, die er bis dato gestreut hatte. Mit einem namhaften Ensemble, darunter die beiden Oscar-nominierten Darsteller Chiwetel Ejiofor und Renate Reinsve, inszeniert er den einst noch sehr subtilen Horror schließlich auch etwas reißerischer für die große Leinwand, nimmt sich aber die erforderliche Zeit, das Mysterium um die Backrooms langsam wachsen und sich schließlich so weit entwickeln zu lassen, dass mit einem Mal eine explosive Mischung aus Found-Footage-Stoff, ziemlich brutalem Horror und geradezu manischem Psycho-Thriller entsteht, die schwachen Nerven garantiert den Garaus machen sollte.
Die teils eigenartige Kameraführung und der ebenfalls eigensinnige Grusel sind derweil Alleinstellungsmerkmale, von denen BACKROOMS nachdrücklich profitiert und die schließlich auch das letzte Puzzlestück zu einem innovativen, sehenswerten Horrorstreifen sind.
Land/Jahr: USA 2026
Label: Leonine
FSK: ab 16
Laufzeit: ca. 110 Min.
Auch interessant:

Der Kult ist tot - lang lebe der Kult!
Viel gewollt, wenig erreicht. So lautet das Fazit von der Digitalpremiere TEXAS CULT HOUSE. Nicht nur der Titel, sondern auch der Look weckt Assoziationen an einen Kultfilm (bzw. eine Filmreihe), der ungleich glorreicher Terror in Reinform bietet.

