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Dada macht was sie will

Wenn Akira Toriyama („Dragonball“) und Eichiiro Oda („One Piece“) einen Manga zusammen erschaffen hätten, DADA ADVENTURE wäre es gewesen. Der EU-Manga, gezeichnet von Leonardo Berghella und geschrieben von Alessandro Starace, folgt keinem starren Genre-Konzept, wenngleich Züge des Shōnen-Genres durchaus erkennbar sind – nur gibt es statt einer männlichen Hauptfigur ein putziges Mädchen.

Schau, Schau: Shonen

In Japan gibt es die „Shonen Jump“ und viele andere Formate, die wöchentlich die neuesten Kapitel laufender Serien auf den Markt bringen – telefonbuchdick und mit einer extrem hohen Auflagendichte. In Deutschland gab es Anfang der 2000er-Jahre Versuche von Carlsen, diese Idee zu replizieren. Dazu gehörten das Magazin „Banzai!“, das sich auf Titel des Shōnen-Bereichs konzentrierte, und das Pendant „Daisuki“ für den Shōjo-Bereich. Andere Verlage versuchten Ähnliches, aber keines der Magazine existiert mehr – trotzdem gibt es einen neuen Versuch, diese Form einmal mehr in Deutschland zu etablieren.

Zwischen Kontrolle und Gefühl

Mit MEINE PUPPENPRINZESSIN IST DER BOSS liefert die Mangaka selen eine ungewöhnliche Mischung aus romantischer Komödie, Fantasy und queerer Erzählweise. Selen bricht hier ein wenig mit Genre-Grenzen und scheint diese für sich neu finden zu wollen – es hat ja niemand gesagt, dass nicht auch ein Prinz von der Prinzessin getragen werden und der Boss sein darf.