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DEATH MACHINES - LIMITIERTES MEDIABOOK

Kuriose Kung-Fu-Lehrstunde: DEATH MACHINES liegt nun bei cmv laservision auf Blu-Ray im Mediabook vor!

Wie kann man einen Martial-Arts-Streifen im Zeitalter von „Frankensteins Todesrennen“ und „Rollerball“ ähnlich erfolgreich vermarkten? Genau, ein möglichst futuristisch anmutender Vorspann mit einer spitzen Pyramide (auch auf dem Filmposter) musste für einen SciFi-Touch her! Leider eine kommerziell schlechte Idee, wie Christoph N. Kellerbach in seinem süffisanten Text im Booklet zur vorliegenden Veröffentlichung des lange Zeit indizierten Kultfilms DEATH MACHINES bemerkt.

Der Actionthriller bringt so ziemlich alles mit, was das Herz von Trash-Fans höher schlagen lässt: zuweilen arg krude Dialoge, die sich hervorragend in einen äußerst wenig Sinn ergebenden Plot mit einer hanebüchenen Nebenhandlung fügen. Kurzfassung: Die geheimnisvolle Madame Lee (Mari Honjo) setzt drei unter Drogen gesetzte, kampfsporterprobte Tötungsmaschinen dreier Ethnien zunächst auf die Killer des Mafiabosses Mr. Gioletti, dann auf einen örtlichen Dojo an. Doch ein Kung Fu-Schüler namens Frank (John Lowe) verliert nur eine Hand – und überlebt. Er macht sich trotz amourösen Anbändelns mit einer Krankenschwester (vollkommen vergeblich) auf, die drei Tötungsmaschinen zur Strecke zu bringen...

Abgesehen von den gelungenen (aber rar gesäten) Kampfchoreografien ist Vieles an DEATH MACHINES haarsträubend, aber gerade deswegen unterhaltsam: Ein schwarzer Detective, grob mit grauer Farbe geschminkt? Ein Problem mit der Ausleuchtung. Ein „Held“, der immer nur beobachtet und jeden Fight verliert? Spontane Skriptänderung, weil John Lowe zwar schauspielern, aber nicht kämpfen kann. Warum hat die sich stets besaufende Killer-Mutti eigentlich ein schwarzes Vogelnest auf dem viel zu großen Kopf und lässt jeden neuen Opfer zunächst eine rote Buddha-Figur zustellen? Nobody knows. Endlos wabernde Synthie-Vibes als Musikuntermalung? Fetzig bis enervierend. DEATH MACHINES ist eine unfreiwillig-komische Trash-Perle, der jedoch zunehmend der Fokus der Handlung flöten geht.

LUTZ GRANERT

Titel: DEATH MACHINES – Limitiertes Mediabook (Cover A)
Label: cmv laservision
Land/Jahr: USA 1976
FSK & Laufzeit: ab 16, ca. 93. Min (DVD) / ca. 90 Min. (DVD)
Verkaufsstart: veröffentlicht

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