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Einmal mehr grandios

Horrorstreifen, die analog zu einer Videospielreihe produziert werden, sind in der Regel lahme Franchise-Anhängsel, die nur von einer gewissen Die-hard-Gemeinde akzeptiert und gefeiert werden. Dies kann man für die erste Adaption zu FIVE NIGHTS AT FREDDY’S 2 allerdings definitiv nicht behaupten; nicht umsonst avancierte die Story um die animatronischen Gestalten vor drei Jahren zum Horrormovie mit der größten Reichweite. 

Aufbauend auf diesen Erfolg war schnell entschieden, dass man hier ein Sequel einrichten würde – auch der Gefahr trotzend, dass solche Nachfolger gerne mal in die Hose gehen. Doch auch hier zeigen sich die Filmemacher völlig unbeeindruckt und können in Sachen Plot und Inszenierung noch einen draufsetzen.

Knapp 20 Jahre sind vergangen, seit die rätselhaften Morde rund um Freddys Pizzeria die Gegend in Angst und Schrecken versetzt haben, und kaum einer will noch an die phantastischen Geschichten rund um die Animatronics denken, geschweige denn ihnen Glauben schenken. Doch die gutgläubige Abby setzt in ihrer Naivität eine erneute Kettenreaktion in Gang, in deren Folge es zu einem Comeback der vermeintlichen Legenden kommt. Beim sogenannten FazFest werden die ikonischen Figuren noch gefeiert – kurz darauf sorgen sie wieder für Entsetzen und blanken Horror.

Man kann sicher behaupten, dass keine großen Kunstgriffe bei der Erstellung der Story unternommen wurden, doch die Umsetzung der eher schlichten Handlungsstränge ist einmal mehr grandios geworden und weckt Erinnerungen an die beiden „Gremlins“-Streifen, die vor etlichen Jahren einen ähnlichen Kontrast zwischen Kuschelkurs und Brutalität setzen konnten. FIVE NIGHTS AT FREDDY’S 2 setzt dem Vorgänger noch etwas drauf – und das ist überraschend und erfreulich zugleich!

BJÖRN BACKES

FIVE NIGHTS AT FREDDY'S 2
Regie: Emma Tammi
Label: Universal
Land/Herstellungsjahr: USA 2025
Laufzeit: ca. 100 Min.
FSK: ab 16
Extras: Keine

 

FIVE NIGHTS AT FREDDY’S 2, horror

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