Skandalfilm im Heimkino: SPARTA von Ulrich Seidl
Es gibt wohl kaum einen anderen deutschsprachigen Filmemacher, der die Hässlichkeiten im menschlichen Dasein in (semi-)dokumentarischer Ästhetik so schmuck- und schonungslos auslotet wie der Österreicher Ulrich Seidl („Paradies“-Triolgie). Wenn auf seiner Homepage zu SPARTA zu lesen ist, das Drama sei zusammen mit dem Nachfolger „Rimini“ zu verstehen als „Diptychon über die Unentrinnbarkeit der eigenen Vergangenheit und den Schmerz, sich selbst zu finden“, dann bekommt das Publikum eine vage Vorstellung davon, welch fordernde Erfahrung es erwartet.