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03. August 2026

Von: FLORIAN TRITSCH

AnimagiC 2026 – Ein Rückblick

In Mannheim haben sich einmal mehr Cosplayer*innen, Anime-Fans, Manga-Leser*innen und Gaming-Enthusiast*innen aus ganz Europa versammelt, um gemeinsam Manga, Anime und japanische Kultur zu feiern. Dabei durften die zahlreichen Panels, Shows und Aktionen natürlich nicht fehlen.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten begeistert die AnimagiC Fans der japanischen Popkultur. Jahr für Jahr lockt sie tausende Besucherinnen und Besucher an und bietet ein abwechslungsreiches Programm aus Shopping, Entertainment und kulinarischen Highlights.

Sobald man eintritt, spürt man deutlich, dass die AnimagiC mehr als eine klassische Messe ist, wobei die klassischen Zutaten einer Comicmesse natürlich auch hier zu finden sind: die Händler- und Ausstellerfläche. Im Erdgeschoss sowie im Untergeschoss und auf Ebene 2 erwartete die Besucher*innen ein breites Angebot mit einem vielfältigen Sortiment. Neben etablierten Fachhändlern präsentierten zahlreiche Manga-Verlage ihre aktuellen Programme und exklusive Neuheiten.

Alles großen Labels und Verlage auf einem Fleck

Mit dabei waren unter anderem Panini Manga, Egmont Manga, Kazé Manga, altraverse und Splitter, die ihre neuesten Titel und besondere Convention-Angebote vorstellten. Auch Anime-Fans kamen auf ihre Kosten. Publisher wie KSM Anime, Anime Digital Network (ADN) und Polyband Anime informierten über ihre aktuellen Veröffentlichungen und luden zum Stöbern ein.

Besonders auffällig war auch in diesem Jahr der große Auftritt von Crunchyroll auf Ebene 2. Der Branchenriese hatte einen der größten Bereiche der Convention aufgebaut und bot den Besucher*innen ein abwechslungsreiches Programm. Neben netten Mitmachaktionen  wie Memory bestand unter anderem die Möglichkeit, selbst eine Anime-Szene einzusprechen und sich einmal wie ein Synchronsprecher*in zu fühlen. Darüber hinaus sorgten großzügig verteilte Werbegeschenke für lange Schlangen und viele strahlende Gesichter.

Ein Blick ins Untergeschoss lohnte sich ebenfalls. Dort warteten weitere Händler und Verlage – unter anderem Chinabooks – mit ihrem Angebot. Besonders beliebt war wie in jedem Jahr der Flohmarkt, auf dem zahlreiche ältere Anime-, Manga- und Japan-Highlights zu attraktiven Preisen den Besitzer wechselten. Von vergriffenen Mangabänden über Figuren bis hin zu DVDs, Blu-rays und allerlei Merchandise gab es hier so manches Schnäppchen zu entdecken – ein Paradies für Sammler und alle, die auf der Suche nach besonderen Fundstücken waren.

Bild: 2025 © AnimaniA-Magazin /E. Zimmermann

Anime-Liebe geht durch den Magen

Wer zwischen Shopping und Bühnenprogramm eine kleine Auszeit suchte, war im Maid Café genau richtig. Statt übertriebenem Kitsch erwartete die Gäste ein charmantes Konzept mit viel Liebe zum Detail. Serviert wurden unter anderem Sahnetorten, Matcha-Desserts, Cheesecake sowie erfrischende Getränke mit Tapioka-Perlen – alles in einem gemütlichen Ambiente, das eher an ein kleines Café als an den Trubel einer Großveranstaltung erinnerte.

Wer Lust auf herzhaftes Essen hatte, konnte zum Food Court spazieren.  Neben dem Angebot des Dorint-Hotels war erneut Label 7 vertreten und lockte mit außergewöhnlichen Softeis-Sorten wie Purple Yam, Matcha, Sesame und Black Diamond. Ebenfalls wieder dabei war REISECK ONIGIRI, dessen frisch zubereitete Onigiri viele Besucher*innen begeisterten – auch wenn das Öffnen der raffiniert verpackten Reisbällchen für Neulinge zunächst eine kleine Herausforderung darstellen konnte.

Zu den kulinarischen Überraschungen der diesjährigen AnimagiC gehörte außerdem der Stand von MUSUBI. Mit seinen köstlichen Dango-Mochi entwickelte er sich schnell zu einem kleinen Geheimtipp und zählt definitiv zu den leckersten Entdeckungen der Convention.

Auch Nissin war auf der AnimagiC erneut vertreten und erwies sich einmal mehr als beliebter Anlaufpunkt für hungrige Besucher*innen. Der Ramen-Spezialist verteilte kostenlos verschiedene Instant-Nudelvarianten, die zwischen den zahlreichen Programmpunkten für eine schnelle Stärkung sorgten. Hierbei darf man ein Lob an die Veranstalter*innen richten, denn nachdem Stand in den vergangenen Jahren immer mitten im Erdgeschoss zwischen den Händler- und Ausstellerflächen platziert war und dort regelmäßig für zusätzliches Gedränge gesorgt hatte, hatte man ihn diesmal deutlich günstiger positioniert. Das entzerrte und bot zugleich genügend Platz, um die kostenlosen Ramen in aller Ruhe zu genießen – eine kleine Änderung mit großer Wirkung.

Bandai Namco stellte „Captain Tsubasa II: World Fighters“ vor.

Auch für Gamer war etwas geboten

Auch wenn man vielleicht kein Manga- und Animefan ist, lohnte sich der Gang in den Rosengarten ohne weiteres, denn auch diesmal bot die AnimagiC eine abwechslungsreiche Gaming-Area. Mit dabei waren unter anderem Bandai Namco und vor allem Nintendo, die erneut mit einem großen Stand vertreten waren und ihre neuesten Spiele, unter anderem „Captain Tsubasa 2: World Fighters“ präsentierten.

Etwas schade war allerdings, dass sich das Angebot bei Nintendo in diesem Jahr größtenteils auf Einzelspieler-Titel konzentrierte. Dadurch hatte man stellenweise den Eindruck, dass das eigentliche Convention-Konzept etwas aus dem Blick geraten ist. Gerade auf Veranstaltungen sorgen Mehrspieler-Spiele schließlich für die beste Stimmung.

Wie gut das funktionieren kann, haben Titel wie „Mario Tennis Fever“ und die neueste Version von „Just Dance“ bewiesen, die für eine tolle Party-Atmosphäre gesorgt haben. Die wenigen Mehrspieler-Spiele, die es in diesem Jahr gab, waren entsprechend auch wieder besonders gefragt.

 

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Tsubasa ist zurück auf dem Platz

CAPTAIN TSUBASA 2: WORLD FIGHTERS ist weniger eine klassische Fußballsimulation als vielmehr eine spielbare Liebeserklärung an eine Manga- und Anime-Reihe, die den Fußball in Japan nachhaltig geprägt hat. Für Fans ist das eine ziemlich unterhaltsame Zeitreise zurück in die Welt von Tsubasa, Kojiro, Genzo und Co. Und für alle anderen gilt: Erst einmal den Anime anschauen – danach macht das Spiel vermutlich gleich deutlich mehr Spaß.

zuckersüß und schwer unterhaltsam

Ein überraschend zuckersüßer, sehr unterhaltsamer und witziger Manga ist das: THEY'RE STILL BEING SHAKEN THIS MORNING. Verfasst von Eiji Masuda, wird episodenhaft das hochromantische Geplänkel zwischen den beiden extrem schüchternen Schülern Hikoichi und Nayu erzählt. Das Besondere: Die Handlung spielt sich in einer ständig wiederkehrenden, zwanzigminütigen S-Bahn-Fahrt ab. Nicht von ungefähr erinnert das streckenweise an „Und täglich grüßt das Murmeltier“.  

Ein wunderbares Malbuch

Mit dem POP-MANGA-MALBUCH – DRACHEN UND ANDERE MAGISCHE WESEN entführt die bekannte Künstlerin Camilla d’Errico ihre Zeichenwilligen in eine fantastische Welt voller Drachen, Fabelwesen und magischer Kreaturen. Auf über 70 Ausmalseiten treffen niedliche Charaktere auf imposanten Drachen, verspielte Muster auf knuffige Fantasy-Szenen.