METRO RIVALS NEW YORK
Was passiert, wenn man in New York die Fahrgäste um die Wette transportieren würde? Wir durften den Entwicklern von METRO RIVALS NEW YORK im Rahmen einer Präsentation dabei über die Schulter schauen.
Die Entwickler von Dovetail Games blicken auf 15 Jahre Erfahrung in Sachen Zugsimulation zurück. Die Liste der veröffentlichten DLC´s ähnelt einem Telefonbuch und im Laufe der Jahre hat sich neben dem Herzblut auch eine professionelle Routine fürs Detail entwickelt. Aufgrund des großen Erfahrungsspektrums ist es ein guter Zeitpunkt, um sich weiterzuentwickeln und auch neue Gefilde zu erobern. Daher hat man mit METRO RIVALS sein erstes Simcade ( Mischung aus Simulation und Arcade) erschaffen.
Neuland zu betreten, erfordert Mut und so hat man gleich auf mehreren Ebenen ein wenig experimentiert. Erstens hat man sich mit der Unreal 5 Engine auseinandergesetzt, um ein authentisches Fahrerlebnis umzusetzen. Herausgekommen ist eine dynamische Grafik, die sowohl an der Oberfläche mit ihren Licht- und Schattenelementen, als auch im Untergrund mit dunklen Tunneln (inklusive Graffitis) überzeugen kann. Aber auch in Sachen authentisches Setting hat man New York sehr gut integriert, so dass man auch einige reale Schauplätze wiedererkennen kann. Bei den Zug Typen musste man jedoch Kompromisse eingehen, da es sonst zu teuren Lizenzen gekommen wäre. Das schmälert das Spielgeschehen jedoch in keiner Weise, denn hier bekommt man eine gute Symbiose aus Zugsimulator und Arcade- Rennspiel.
Das Prinzip: Das U-Bahnnetz von Nex York wurde privatisiert und sogernannte Tracktitans herrschen über Schienenstrecken. Als Spieler hat man eine kleine Strecke bekommen und soll sein Schienennetz ausbauen, andere Titans herausfordern und selbst zum Tracktitan werden. Sowohl Solospieler, als auch Multiplayer kommen dank Crossplay auf PC, Playstation und Xbox auf ihre Kosten.
Wie wird man aber eigentlich zum Tracktitan? Man bestreitet diverse Rennen und muss sowohl Präzision, als auch Geschwindigkeit im Auge behalten. Zu langsam, und man verliert das Rennen. Zu schnell der eigene Zug entgleist, was sich nicht gerade positiv auf die Bewertung der Fahrgäste auswirkt. Sobald man einige Rennen erfolgreich hinter sich gebracht hat, werden einige Tracktitans auf den Spieler aufmerksam und fordern diesen heraus. In der Präsentation bekamen wir einen ersten Eindruck der Charaktere, die mit ihrer herrlich übertriebenen Art provozieren und gleichzeitig das Klischee der extrovertierten Widersacher abliefern. So kann man sich langsam, aber sicher hocharbeiten, bis man selbst zum Tracktitan aufsteigen kann.
Weitere Hintergrundinfos könnt ihr auch im INTERVIEW mit den Entwicklern nachlesen.
Freunde von Zugsimulationen können hier bedenkenlos einsteigen, aber auch Fans von Rennsimulationen dürften hier eine Alternative zum altbekannten Autorennen Setting finden. Auch wenn es in Sachen Rennsimulation nicht so ausgearbeitet ist wie die Konkurrenz (Züge werden nicht aufgemotzt), so beweist das Entwicklerteam Mut sich auch mal an neuen Gefilden voranzutasten. Die butterweiche Grafik ist definitiv ein großer Pluspunkt und wenn es sich beim Steuern nur halb so gut anfühlt, wie es in der Präsentation aussah, dann dürfte METRO RVIALS viele Stunden solo und noch mehr Stunden im Multiplayer fesseln.
Sebastian Radu Groß