Rezension: NUR EIN EINZIGES LEBEN

Das hervorragend besetzte aber inhaltlich recht überfrachtete Drama um jüdische Kinder, die vor den Nazis versteckt werden, kann leider nicht überzeugen.

Der junge Jo lebt in einem kleinen französischen Dorf in der Nähe der spanischen Grenze. Eines Tages trifft er auf den Juden Benjamin, der sich bei seiner Schwiegermutter Horcada vor den Nazis versteckt. Während Horcada immer mehr jüdische Kinder bei sich aufnimmt, um sie über die spanische Grenze zu schmuggeln, wartet Benjamin auf die Ankunft seiner Tochter. Doch dann fallen die Nazis um den skrupellosen Leutnant Weissman in Jos Dorf ein. Der Junge beschließt Horcada und Benjamin zu helfen… Sieben Jahre nach seinem Erstlingswerk, der mäßigen Sex-Klamotte „Kein Sex mehr vor der Ehe!“, versucht sich Drehbuchautor und Regisseur Ben Cookson bei seinem zweiten Spielfilm an der Verfilmung von Michael Morpurgos Roman „Warten auf Anya“. Doch leider gelingt es seinem Film trotz seiner hervorragenden Geschichte in keinem Moment wirklich zu überzeugen. Dies liegt vorwiegend daran, dass Cookson versucht, zu viel Handlung hinein zu pressen, was dazu führt, dass „Nur ein einziges Leben“ die meiste Zeit unglaublich gehetzt wirkt. Dazu kommt, dass Cooksons Regiearbeit von zahlreichen handwerkliche Fehlern geprägt ist und den Film, trotz hervorragenden Darstellern und einer beeindruckenden Naturkulisse, sehr amateurhaft aussehen lässt.

FLORIAN TRITSCH

Titel: NUR EIN EINZIGES LEBEN
Label: EuroVideo

Land/Herstellungsjahr: USA/2020

FSK & Laufzeit: ab 12, ca. 109 Minuten
Verkaufsstart: veröffentlicht

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