Vidar - The Vampire

Vidar ist 33 Jahre alt und wohnt immer noch im beengten Kinderzimmer mit Dachschräge im Bauernhaus seiner streng gläubigen Mutter. Da er von Frauen bisher gemieden wird, betet er zu Jesus – und prompt erscheint der Heiland (Brigt Skrettingland), der ihm durch eine neue Existenz als Vampir ein Sex-Boost in seinem Leben verspricht. Wenn das nur so einfach wäre...


Die schräge norwegische Horrorkomödie VIDAR THE VAMPIRE wirkt so, als habe der lakonische finnische Arthouse-Filmemacher Aki Kaurismäki zu viele zotige US-Komödien gesehen. Spätestens, wenn Vidar seinen Blutdurst an einer menstruierenden Frau stillt und wenig später einen vollgesaugten Tampon heraufwürgt, wähnt sich der Zuschauer in einem weiteren Teil von „American Pie“. Dabei spart das Filmemacher-Duo Thomas Aske Berg (der auch die Titelfigur verkörperte) und Fredrik Waldeland, das gemeinsam auch das Drehbuch schrieb, nicht mit Situationskomik und blasphemischen Seitenhieben. So werden bibeltreue Christen spätestens mit einer Szene so ihre Probleme haben, in welcher der vermeintlich tote Vidar in der Kirche in der Pose des gekreuzigten Jesus seinem Sarg entschwebt. Auch wenn die Gagdichte im Mittelteil zuweilen etwas mager ausfällt und man nie wirklich einen Draht zum arg brüsk daherkommenden Vidar findet, so bietet VIDAR THE VAMPIRE solide Schmunzel-Unterhaltung. Woran im Übrigen die morbiden Country-Songs von Børre Bratland (alias General Forsamling) auf dem Soundtrack entscheidenden Anteil haben.

Neben zwei Trailern und einer Bildergalerie hat es auch ein launiger Audiokommentar der beiden Regisseure als Bonus auf die Scheibe von donau film geschafft, der das Reinhören lohnt.

 

LUTZ GRANERT

Titel: VIDAR THE VAMPIRE
Label: donau film
Land/Jahr: Norwegen 2017
FSK & Laufzeit: ab 16, ca. 83 Min.
Verkaufsstart: veröffentlicht

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