Rezension: DER ELCH DER EWENKEN

Reingeschaut: Ein Bilderbuch für große und kleine Kinder, dass von den Rentier-Nomaden im Norden Chinas erzählt.

Das Beste an einem wirklich guten Bilderbuch ist es, auch als vorlesender Erwachsener noch etwas Interessantes daraus mitzunehmen. Das Verlagshaus Jacoby & Stuart versteht es mit erfreulicher Regelmäßigkeit, eben solche illustrierten Bücher in sein Programm aufzunehmen, die dann Großen und Kleinen ein tolles Erlebnis bieten. Dieses chinesische Bilderbuch (dessen Titel eher „Der Elch des Ewenken“ lauten sollte) dreht sich um den alten Rentier-Hirten Gree Shek, der zu den Ewenken gehört, den Rentiernomaden in der Inneren Mongolei in China. Als er versehentlich eine Elch-Mutter erschießt, wird er zur Bezugsperson von deren Kalb. Er nennt es Xiao Han, was „Kleiner Elch“ bedeutet. Doch der Kleine Elch ist bald schon größer als die ausgewachsenen Rentiere in Gree Sheks Herde und folgt ihm überall hin. Mit der Zeit wird aber deutlich, dass Xiao Han nicht für das Leben an der Seite der Menschen bestimmt ist.

Aufgeschrieben hat diese Nomaden-Sage der in China lebende Kinderbuch-Autor Gerelchimeg Blackcrane, der selbst seine Kindheit im Grasland der Inneren Mongolei verbrachte. Detailverliebt illustriert wurde die Geschichte von Jiu Er, einer erfolgreichen Malerin und Illustratorin aus der Volksrepublik. Das 64-seitige Buch DER ELCH DER EWENKEN liefert interessante Eindrücke in das Leben der Rentier-Nomaden und bietet gleichzeitig eine kindgerechte, charmante und universell verständliche Geschichte über Freundschaft, die zum Lesen und Vorlesen einlädt.

 

FRANK KALTOFEN

Titel: DER ELCH DER EWENKEN
Autor/Zeichnungen: Gerelchimeg Blackcrane, Jiu Er
Verlag: Jacoby & Stuart
Erscheinungsform/Seitenzahl: Hardcover, 64 Seiten
Verkaufsstart: veröffentlicht

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