Vultures – Scavengers of Death - Die Zombies sind in Racoon… äh, in Salento Valley los!
Das kleine Zwei-Mann-Studio Team Vultures hatte eine Vision: Ein Survival Horror Spiel mit experimentellen Mechaniken und einem eigenen Grafikstil zu schaffen und dabei trotzdem den Größen des Horror Tribut zu sollen. Dieses Ziel war scheinbar nicht zu hoch gesteckt, dann VULTURES – SCAVENGERS OF DEATH bietet genau das!
Nach einem biologischen Unfall ist in Salento Valley nichts mehr, wie es war. Menschen mutieren zu Zombies oder gar schlimmeren Monstrositäten und alles wirkt aussichtslos. Doch die Menschheit hat noch ein As im Ärmel: die Spezialeinheit VULTURES. Amber und Leopoldo gehören dieser an und versuchen mit einem kleinen Team, ein Heilungsmittel zu finden, was sie nur mehr in das Unglück hineinstürzt. Als herauskommt, dass auch ein geheimer Kult seine Finger mit im Spiel hat, beginnt für die beiden Agenten ein Höllenritt, der seinesgleichen sucht.
Die Handlung wird ohne Synchronisation im Visual-Novel-Style erzählt. Zwischen den verschiedenen Missionen finden die meisten Dialoge statt und so erhält man mehr Informationen über die anstehenden Aufgaben. Innerhalb der Mission können Notizen gefunden werden, welche die finsteren Machenschaften hinter dem Bio-Angriff aufdecken. Der Rest wird über die Umgebung erzählt. Sonderlich innovativ ist die Geschichte zwar nicht, aber dies ist bei Zombie-Spielen auch eher selten der Fall. Trotzdem ist sie im Ganzen grundsolide und bietet einige schöne Anspielungen auf andere Titel des Genres.
Worin VULTURES dafür glänzt, ist das Gameplay und unterscheidet sich auch hier von anderen Horrorspielen. Sobald euer Charakter zu einer Mission ausgerückt ist, gilt es erstmal, die Umgebung zu erkunden. Beim Durchsuchen von markierten Punkten können Gegenstände oder Notizen gefunden werden, die einem helfen, die Mission erfolgreich zu erfüllen. Zusätzlich gibt es auch Wertgegenstände, mit deren Erlös die Ausrüstung aufgewertet werden kann. Zusätzlich gibt es verschiedene Gadgets, welche Stats boosten, bestimmte Effekte wie Lebensraub geben oder die Ausweichrate erhöhen. Dadurch können sich verschiedene spaßige Kombinationen von Hilfsmitteln und Waffen ergeben.
Trefft ihr auf einen Gegner, geht es automatisch in den Kampfmodus. Hier geht es endlich zur Sache! VULTURES ist nämlich ein rundenbasiertes Taktikspiel und ganz im Stile eines „XCOM“ oder ähnlicher Genre-Veteranen kann nun nur begrenzt und vor allem abwechselnd agiert werden. Hierbei stehen neben dem Angriff viele Möglichkeiten zur Verfügung. Es können Plätze mit Gegnern getauscht werden, Gegenstände wie Ölfässer umgestellt oder man schubst den Gegner ganz einfach weg. Ist der Charakter in einer guten Position, können verschiedene Körperteile der Zombies anvisiert werden. Kopftreffer machen mehr Schaden, verbrauchen aber gleichzeitig mehr Stamina, während Beintreffer Gegner immobilisieren können. Die Positionierung ist das A und O in einer Zombieapokalypse und lässt man die Untoten zu nahe an einen ran, ist es auch schnell vorbei. Die Kämpfe selbst sind zwar teilweise sehr fordernd, aber fair genug, da das Spiel einem sehr viele Möglichkeiten gibt, sich aus der Affäre zu ziehen, um erfolgreich aus der sicheren Ferne zu agieren.
Fazit: Insgesamt ist VULTURES – SCAVENGERS OF DEATH ein sehr spannender Titel und ein gelungenes Indie-Debüt zweier Freunde, die mit ihrer eigenen Handschrift einen Liebesbrief an den Survival Horror schrieben. Die Schwächen der Story gleicht dabei das gut durchdachte Gameplay wieder aus und so bietet das Spiel einen abwechslungsreichen Zeitvertreib mit einer Spielzeit von ca. 15 Stunden. Vor allem Fans von Titeln wie „Resident Evil“ und „XCOM“ sollten das Spiel unbedingt auf dem Schirm haben.
Publisher: Gamersky Games
Verkaufsstart: Veröffentlicht
PHILIP BRÜLKE
XCOM, Survival, Salento Valley, Racoon City, Vultures – Scavengers of Death, Resident Evil