The Quest - Die Serie

Literarische Geister auf Irrwegen

Cthulhu, Dorian Gray und Prospero: Auch die zweite Staffel von THE QUEST – DIE SERIE, die nun im Verleih von Universum Film im Heimkino erscheint, bietet wieder action- und temporeiche Unterhaltung bei einer wahrhaft abenteuerlichen und augenzwinkernden Reise quer durch die Mythen und fiktiven Wesen der Menschheitsgeschichte.  

LITERARISCHE GEISTER AUF IRRWEGEN

Cthulhu, Dorian Gray und Prospero: Auch die zweite Staffel von THE QUEST – DIE SERIE, die nun im Verleih von Universum Film im Heimkino erscheint, bietet wieder action- und temporeiche Unterhaltung bei einer wahrhaft abenteuerlichen und augenzwinkernden Reise quer durch die Mythen und fiktiven Wesen der Menschheitsgeschichte.  

Magie? Gibt’s nicht! Davon ist der Architektur-Professor Bancroft überzeugt, als er vehement mit dem Wissenschaftler Oliver Thomsen über Stonehenge und die spirituelle Kraft der Steine diskutiert. Doch dann öffnet sich das Fenster in eine Zwischenwelt, aus dem sich ein riesiges Tentakelmonster aus der mythologischen Welt von H.P. Lovecraft den Gelehrten greift und hinüberzerrt. Willkommen in der Welt von THE QUEST, einer wahrhaftig zauberhaften Abenteuerserie, bei der Magie und seriöse Wissenschaft auf der Jagd nach verlorenen gegangenen Artefakten der Menschheitsgeschichte eine teuflische Allianz eingehen. Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel legte der produzierende US-Sender TNT mit zehn weiteren Folgen nach, die Universum Film nun im Heimkino veröffentlicht.

Dabei lebt die Serie vor allem von ihren Charakteren, einer bunt zusammengewürfelten Truppe, die lebendig gewordenen Romanfiguren oder mythologischen Wesen durch clevere Tricks Einhalt gebietet. Eve Baird (Rebecca Romijin, bekannt als Mystique aus den drei „X-Men“-Filmen) ist eine toughe und kühle Agentin, die immer fest die Mission und ihr „love interest“, den zerstreuten und stets adrett gekleideten Bibliothekar Flynn Carsen (Noah Wyle, bekannt aus der TV-Serie „Falling Skies“) im Blick hat. Cowboy Jack Stone (Christian Kane) mit einem IQ von 190 ist zur Stelle, wenn es brenzlig wird, und gibt immer vollen Körpereinsatz. Die Mathematikerin Cassandra Cilian (Lindy Booth) hat einen Sinn für Übersinnliches, ist immer flink im Kopf und hat für jedes Problem schnell kombiniert eine naturwissenschaftliche Lösung parat. Ezekiel Jones (John Harlan Kim) ist ein Meisterdieb mit dickem Ego, dabei aber stets geschickt – und mustergültiger Sidekick. Und  der stets akkurat gekleidete, gelehrte Jenkins ist der Herr über die von dem Sextett verwaltete „Bibliothek“, die nicht nur einen riesigen Fundus an Büchern, sondern auch Sagengestalten und magischen Wesen beinhaltet.

Nachdem sich die Mitglieder der Gruppe zum Auftakt der zweiten Staffel jeweils als Alleingänger durchgeschlagen haben, müssen sie schnell wieder lernen, zusammenzuarbeiten. Der Zauberer Prospero aus William Shakespeares Bühnenstück „Der Sturm“ ist lebendig geworden und plant mit seinem Stab, einen vernichtenden Sturm über Manhattan heraufzubeschwören. Nur mit vereinten Kräften gelingt es ihnen, dem Zauberer und seinem Gehilfen Professor Moriarty, dem kriminellen Genie aus Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes“, das verbrecherische Handwerk zu legen. Im weiteren Verlauf der zweiten Staffel bekommt es das Einsatzteam rund um die magische „Bibliothek“ zudem mit Dorian Gray, dem Leibhaftigen höchstselbst und dem eingangs erwähnten Monster aus der Feder von H.P. Lovecraft zu tun, das sich aus Eitelkeiten speist.

Inhaltlich überzeugt auch die zweite Staffel von THE QUEST durch den Einfallsreichtum, mit dem insbesondere Romanfiguren aus der fiktiven in der realen Welt ihr Unwesen treiben, und von den zahlreichen Kabbeleien der Figuren. Doch auch in Sachen Ausstattung kann die THE QUEST überzeugen. Die Sets sind sorgfältig und mit viel Liebe zum archäologischen Details gestaltet, so dass man beinahe glaubt, Tia Carrere als „Relic Hunter“ würde jeden Moment um die Ecke kommen. Dabei verleugnet die auf der Abenteuerfilmparodie „The Quest – Jagd nach dem Speer des Schicksals“ (2014) basierende Serie nie ihre Liebe zum heute trashig anmutenden Genre-Kino der 50er Jahre. Die Artefakte-Hatz ist dazu passend auch eher unterhaltsam und witzig konstruiert als wissenschaftlich ausgereift und fundiert – aber das hat ja die Fans von „Indiana Jones“ auch nie gestört. Die zahlreichen Referenzen auf Romane und ihre fiktiven Figuren sind eine wahre Fundgrube für die Fans von phantastischer Literatur, die sich auch an der zweiten Staffel von THE QUEST nicht satt sehen und die Anspielungen freudig goutieren werden. 

Lutz Granert


Bewertung:13 
FSK: 12 
Label:Universum 
Land/Jahr:USA 2015 
Technik: 13

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