Comic Con 2016 Berlin

Das Warten hat ein Ende

Vorschau auf die German Comic Con 2016 in Berlin

 

Das Warten hat ein Ende - Vorschau auf die German Comic Con 2016 in Berlin

Wem das Comic-Aufgebot bei der Leipziger Buchmesse nicht genug war und wer immer neidisch auf die Amerikaner und ihre Comic Con in San Diego geschaut hat, der kann sich jetzt freuen. Denn nach einem bereits gelungenen Auftakt Ende letzten Jahres in Dortmund findet am 15. und 16. Oktober die Premiere der GERMAN COMIC CON in Berlin statt.

Mit einem großen Aufgebot an Filmstars und Zeichnern großer Franchises wie „Zurück in die Zukunft“, „Doctor Who“, „Star Wars“ und vielem mehr bietet dieses Event allen Fans der Popkultur in Deutschland ein einmaliges Erlebnis. Am Samstag, den 15. Oktober, um 10 Uhr - beziehungsweise 9 Uhr für die Leute mit einem Early-Bird-Ticket - öffnet die GERMAN COMIC CON am Messedamm in Berlin ihre Türen. Abgesehen von den einzelnen Tagestickets und dem Wochenendticket gibt es auch verschiedene VIP-Tickets, die Fotos, Autogramme und Goodies der Con enthalten. Diese kosten ansonsten nämlich extra, was bei dem zu erwartenden Andrang und dem nicht allzu hohen Eintrittspreis mit 20 Euro für einen Tag oder 35 Euro für das Wochenende aber nicht verwunderlich ist. Zudem soll es auch tolle Fotokulissen wie den DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“, die Tardis aus „Doctor Who“ und K.I.T.T. aus „Knight Rider“ geben.

Das Programm der Convention ist bunt gemischt, besonders hervorzuheben ist dabei wohl die Fragerunde mit den eingeladenen Stars. Diese findet auf einer Bühne statt, sodass jeder die Chance hat, daran teilzunehmen und seine persönliche Frage an die Gäste zu richten. Unter diesen befinden sich unter anderem Christopher Lloyd (Doc Brown in „Zurück in die Zukunft“), Sylvester McCoy (der siebte Doktor aus „Doctor Who“ und Zauberer Radagast in „Der Hobbit“), Freddy-Krueger-Darsteller Robert Englund, Natalia Tena (Nymphadora Tonks aus „Harry Potter“ und Osha in „Game Of Thrones“) und viele andere. Man kann aber auch selbst beim Cosplay-Wettbewerb im Rampenlicht stehen, und wem das nicht liegt, der kann stattdessen beispielsweise an einem Workshop teilnehmen.

In der Artists Alley bekommen die Besucher die Chance, verschiedenen Zeichnern aus aller Welt bei der Arbeit über die Schulter schauen. Anschließend kann man sich in der Shopping Area mit Merchandise eindecken oder in der Comic World einen Blick auf das Programm der deutschen Comic-Verlage werfen und Neuerscheinungen begutachten. Wer danach mal eine kurze Verschnaufpause braucht, der kann sich auch in die Leseecken zurückziehen, um danach wieder genug Kraft zu haben, den Action-Parcour zu bezwingen.

Wem das alles noch nicht genug ist, der kann auch schon einen Tag früher, am Freitag, den 14. Oktober, am exklusiven James-Marsters-Konzert teilnehmen. Der Star aus „Buffy - Im Bann der Dämonen“ und „Torchwood“ steht nämlich nicht nur als Schauspieler während der Con auf der Bühne, sondern auch als Musiker. Das Konzert ist zwar nicht im normalen Tages- oder Wochenendticket der Convention enthalten, die Karten dafür werden aber ausschließlich an Besucher der GERMAN COMIC CON verkauft.

Übrigens: Wer nicht in der Nähe der Hauptstadt wohnt oder an dem Wochenende verhindert ist, der bekommt Anfang Dezember wieder in Dortmund und im April nächsten Jahres erstmalig in Frankfurt die Chance, an der GERMAN COMIC CON teilzunehmen.

Lasse Hilse und Rebecca Muhl

INTERVIEW MIT MARKUS BORCHERT, DEM ORGANISATOR DER GERMAN COMIC CON

Auch wenn es keine eigene Comic Convention ist, gibt es in Deutschland bereits die Leipziger Buchmesse mit einem großen Comic- und Manga-Bereich. Was

unterscheidet die GERMAN COMIC CON davon, und warum wollten Sie eine Convention allein für Comics, Manga und Popkultur auf die Beine stellen?

Die GERMAN COMIC CON ist eine klassische Convention nach amerikanischem

Vorbild. Das heißt neben dem Comic- und Manga-Bereich, der natürlich essentiell wichtig für uns ist, bedienen wir auch andere Entertainment-Sparten und schaffen

eine Rundum-Erlebniswelt für den Besucher. Menschen, die auf unsere Events kommen, möchten vom Alltag abschalten und unterhalten werden. Im Bereich Comic/Manga bieten wir dem Besucher die neuesten und teilweise auch limitierte und exklusive Produkte unterschiedlicher Verlage, namhafte Zeichnergrößen, die live auf dem Event zeichnen und in Panels ganz nahbar sind. Neben den „Profi-Zeichnern“ haben wir eine riesige Artists Alley mit knapp 100 Indie-Zeichnern - junge Newcomer- Talente, die ihre Werke und ihre Arbeit vorstellen. Zusätzlich haben wir unseren zweitgrößten Bereich, den Stargast-Bereich, in dem wir Hollywoodgrößen auf den Events präsentieren. Mit diesen Gästen kann man dann z.B. ein gemeinsames Foto machen oder sich sein ganz persönliches Autogramm

von seinem Liebling holen. Auch die ganz Großen sitzen in den Panels und beantworten alle Fragen der Fans. So ein Erlebnis ist nicht alltäglich und etwas ganz

Besonderes. Zusätzlich haben wir viele unterschiedliche Aussteller, ob nun Merchandise-Händler, exklusive Handarbeitsprodukte, Cosplay-Equipment oder Publisher mit ihren neuesten Produkten, die sie auf dem Event vorstellen. Es

gibt Workshops und fantastische Fotokulissen, mit denen man sich fotografieren lassen kann. Man trifft Unmengen von Cosplayern und hat an jeder Ecke etwas zum

Neuentdecken!

Wie haben Sie die Auswahl der Gäste bei der riesigen Menge an Franchises getroffen?

Natürlich sind besonders die Wünsche der Besucher und Gäste wichtig für uns. Hier bekommt man über die Social-Media-Kanäle einen ganz guten Eindruck. Klar gibt es dann auch die ganz aktuellen Trends und Themen wie „Game Of Thrones“ oder „Walking Dead“. Selbstverständlich auch All-Time-Favorites wie „Star Wars“.

Aber auch Klassiker sind immer einen Gast wert, die bei vielen unserer Besucher Kindheitserinnerungen wecken, wie z.B. ein Christopher Lloyd aus „Zurück in

die Zukunft“! Und klar: Das Comic-Genre sollte auch abgedeckt sein. Da haben wir in Dortmund z.B. Ron Perlman alias Hellboy – besser kann man das Thema nicht treffen!

War es schwer, eine Zusage zu bekommen? Und wie war die Reaktion der Gäste, zu einer Comic Con in Deutschland eingeladen zu werden?

Man benötigt auf jeden Fall die richtigen Kontakte und Ansprechpartner, um überhaupt erst mal an die Gäste ranzukommen. Man muss die unterschiedlichen Gäste anfragen und natürlich auch das nötige Kleingeld auf den Tisch legen - denn einfach so, weil sie Lust haben, kommen die natürlich nicht zu so einem Event. Das

sind knallharte Verhandlungen. Die Gäste freuen sich tierisch, nach Deutschland zu kommen, hier war die Con-Landschaft ja viele Jahre völlig unterversorgt, und

viele unserer Gäste waren noch nie oder zumindest schon sehr lange nicht mehr in Deutschland. Sie freuen sich auf ihre Fans und die Events. Das Schwierigste ist

tatsächlich eher die Abstimmung bezüglich der Drehtermine. Denn viele unserer Wunschgäste stecken in aktuellen Projekten.

Was erwarten Sie von der GERMAN COMIC CON in Berlin, bzw. was ist

Ihr Wunsch für die Veranstaltung?

Wir erwarten ein buntes, fröhliches und spaßiges Zusammenkommen von Nerds, Familien, Cosplayern und neugierigen Besuchern. Ein flamboyantes Fan-Fest.