Montag, 22 August 2016 11:09

Bösewichtallianz ohne handwerkliche Fertigkeiten

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Die zahlreichen Trailer und das hervorragende Marketing lassen die Fans schon lange dem Kinostart von SUICIDE SQUAD entgegenfiebern. Wenig überraschend, dass sie wohl sehr enttäuscht sein werden, weil bei der Comicadaption kaum etwas stimmt.

Die antike Göttin „The Enchantress“ (Cara Delevigne) ist aus ihrem Gefängnis ausgebrochen und hat kein geringeres Ziel als die Zerstörung der Menschheit. Superman ist tot (siehe „Superman v Batman: Dawn of Justice“), also gibt es niemanden, der sie aufhalten kann. Oder vielleicht doch? Die ruchlose Agentin Amanda Waller hat ein Team aus den tödlichsten Bösewichten der Welt zusammengestellt. Dazu gehören unter anderem: Deadshot (Will Smith), Harley Quinn (Margot Robbi), Captain Boomerang (Jai Courtney) und Diablo (Jay Hernandez). Mit im Nacken verpflanzten, ferngesteuerten Bomben hat Waller die Kontrolle über ihr Außenseiterteam und beauftragt sie, die Welt zu retten. Nur ahnt sie nicht, dass ein ganz besonderer Bösewicht ihr Team manipulieren will: Der Joker (Jared Leto) wetzt im Dunkeln schon seine Messer…

Wer SUICIDE SQUAD gut finden will, ist hier an der falschen Stelle. Der Film ist nicht gut. Enttäuscht? Da kann ich euch verstehen. Auch ich wollte den Film gut finden. Ich wollte ihn lieben und lobende Worte, Sätze und Texte über ihn schreiben. Ich wollte ihn mir immer und immer wieder anschauen und mich freuen, wie toll er doch geworden ist. Diese geilen Trailer! Dieser geile Soundtrack! Diese geile Grundidee! Bösewichte als Helden!

Doch genau da liegt das Problem. Die Produzenten haben ihr Marketing etwas zu gut betrieben und die Erwartungen an diesen Film waren einfach viel zu hoch. Dass muss man ihm zugutehalten. Trotzdem ist es enttäuschend zu sehen, wieviele tolle Chancen verschenkt wurden. Die Figuren kommen kaum dazu, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Viele Charaktere hätte man rauslassen können, ohne dass das irgendeinen Einfluss auf die Geschichte gehabt hätte. Der Rhythmus der Szenen ist konfus, die Antagonisten ein Witz und nur die One-Liner von Harley Quinn bringen Würze in das Geschehen.

Letztendlich ist es so: Die Zutaten für einen großartigen Film sind da. Aber sie wurden nicht gut zusammengefügt. Wenn ich Kuchen mag, esse ich deswegen noch lange nicht Mehl, Zucker und Eier in einem Glas verrührt. So ist das auch bei diesem Film. Erst das Handwerk macht die Kunst. Und diese fehlt hier leider.

LEO MERKEL

SUICIDE SQUAD

Regie: David Ayer

Label: Warner Bros

Land/Herstellungjahr: USA/2016

FSK & Laufzeit: ab 16, ca. 130 Min.

Kinostart: 18. August

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